„Carve the Mark“ – Veronica Roth

Autorin: Veronica Roth | Verlag: Harper Collins | Seiten: 468 | Veröffentlichung: 17.01.17
Deutscher Titel: Rat der Neun – Gezeichnet | Verlag: cbt

Inhalt

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …


Vorwort

Ich habe die Divergent-Trilogie nicht gelesen. Sie steht unangefasst im Bücherregal. Ich wusste, dass es sich hier um die selbe Autorin handelt und kannte natürlich den einschlagenden Erfolg der Divergent Reihe. Carve the Mark MUSSTE gehyped werden. Es hatte gar keine Wahl.

//ACHTUNG – DISKUSSIONEN ZUM BUCH, KANN LESESPASS VERSAUEN
Doch schon vor Veröffentlichung gab (gibt) es große Diskussionen zum Buch in Bezug auf Vorwürfen des Rassismus und der Selbstverstümmelung oder aber auch den unglücklichen Vergleich der „Gabe“ von Cyra mit chronischen Schmerzen durch die Autorin selbst. Auch auf einen Blogpost der Autorin, in dem sie versuchte die Bögen zu glätten, erntete sie Shitstorm. Ich möchte mich mit meinen mickrigen Worten dazu nicht groß äußern. Es hat jedoch einen sauren Nachgeschmack hinterlassen und kann einfach nicht außer Acht gelassen werden. Ich meiner folgenden Rezension habe ich versucht, diese Faktoren nicht zu berücksichtigen, muss aber zugeben, dass meine Bewertung dadurch noch schlechter ausfiel.
//ENDE


Meine Meinung

30117284Es fängt schon schwierig an – und das lag nicht an der englischen Sprache. Bereits auf den ersten Seiten wird man von einer Informationsflut überschwemmt. Orte, Namen, Begriffe – alles wunderbar, aber viel. Auch fand ich die Namen teilweise schwer zu lesen – geschweige denn auszusprechen. Komplizierte Namen sind, wenn sie denn öfter auftauchen, immer schöne Stolperfallen.

Es spielt in einer Galaxie. Uns werden Planeten vorgestellt und von Reisen zu eben diesen erzählt. Tatsächlich ist die Geschichte aber ziemlich stationär. Die Story hätte genauso gut in Potsdam* stattfinden können. Die Galaxie und die Bedeutung des Assambly** wurden zwar erwähnt, etwas damit gemacht hat die Autorin nicht. Zumindest nicht im ersten Band. Ich vermute/hoffe, dass im zweiten Teil – sollte ich ihn denn lesen – da noch was kommt. Ich will mehr Planeten sehen!

* der Ort, der mir zuerst einfiel – an dieser Stelle kein versteckter Hinweis auf das Buch
** im Deutschen vielleicht Rat der Neun? Ich hab jetzt nicht nachgesehen, wie die Begriffe ins Deutsche übersetzt wurden.

Es ist eine coole Idee. Die Sache mit den Currentgifts***. Das gibt dem ganzen einen Superhelden-Charakter und vor allem auch viele viele Möglichkeiten. Hier wurde sich auch viel Schönes überlegt.

*** Hat mich ein wenig an Shatter Me erinnert. Pluspunkt!

Es zieht sich leider sehr. Erst der holprige Einstieg mit den ganzen Informationen und Backgroundstories und dann kommt – nach meinem Empfinden – eine laaange Durststrecke. Die Handlungsstränge der beiden Protagonisten finden recht schnell zusammen und die Autorin verwendete dann viele Seiten ins gegenseitige Kennenlernen und hier und da ein paar Aktionen, welche die Geschichte aber nicht unbedingt voranschreiten lassen. Erst in den letzten ca. 150 Seiten kam für mich Geschichte ins Buch, den Rest der Zeit habe ich mich gefragt, wo hier eigentlich die Handlung ist.

Es soll an dieser Stelle aber noch positiv angemerkt werden, dass es hier keine großen Romanzen gibt. Ein YA Buch beinhaltet ja fast schon wie selbstverständlich Liebesgedöns, wenn nicht sogar im Dreieck geliebt wird. Hier gibt es zwar auch ein wenig Liebe, angepasst an die Charaktere aber nur minimal und auf niedliche weise, wie ich finde.

Es kann abschließend gesagt werden, dass ich mehr erwartet hätte und nun dann doch enttäuscht bin. Die Autorin hat das Rad nicht neu erfunden und es auch nicht gepimt. Sie bediente sich hier einiger bekannter Elemente und hat sie verbunden. Ob ich den zweiten Band lesen werde, kann ich bis dato noch nicht sagen.


Fazit

Ein guter Beweis dafür, dass ein Buch nicht automatisch Bestsellerqualität besitzt, nur weil es gehyped wird. Die Idee und das Setting sind super – die Umsetzung aber eher schlecht. Sehr sehr langatmig und wirklich drin war ich erst ab den letzten 150 Seiten. Schade.

bewertung2


Andere Eindrücke

Auf andere Leseeindrücke wird hier heute mal verzichtet.

 

Es hat geschrieben:

Maria von Riva
Maria von RivaIt's bigger on the inside.
Hey, ich bin Maria und bin 50 % von buchworte. Ich bin Hauptberuflich Rechtsanwaltsfachangestellte aus Hamburg. Überwiegend lese ich Young/New Adult und Fantasy, greife aber auch gern mal zu einem anderen Genre. Wenn ich nicht lese, schaue ich Netflix oder Let's Plays auf YouTube. Wenn keiner guckt, singe ich meinen Pflanzen Ellie Goulding vor.

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