[Reihenweise] „Die Dreizehnte Fee“ – Julia Adrian

Autorin: Julia Adrian | Verlag: Drachenmond Verlag | Veröffentlichung: 2015/2016

Inhalt

13-fee-erwachen-736x1030Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.

Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.

»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.

Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.


Meine Meinung

26214558„Neuinterpretationen“ von Märchen finde ich meistens nicht gut und von Büchern in denen Fee im Titel steht, halte ich mich auch fern. Ich war also medium genervt, als meine Kollegin mir ungefragt die ganze Trilogie in die Hand gedrückt hat (sorry, Kirsten) – ich lächelte freundlich, während ich in Gedanken panisch nach Ausreden suchte, um die Sache meinem SuB zu erklären. Weil ich es aber hasse, mir Bücher über einen längeren Zeitraum zu leihen, habe ich mir am darauffolgenden Sonntag den ersten Band geschnappt. Die Bücher sind kurz, weswegen bereits am selben Tag der zweite Band folgte und der Dritte in den Tagen danach.

Von Neuinterpratation kann hier aber keine Rede sein. Es handelt sich viel mehr um eine Geschichte, in die Teile bekannter und unbekannterer Märchen fließen und sich zu einem sehr stimmigen Ganzen verbinden. Nicht immer weiß man direkt, was von welchem Märchen stammt – das herauszufinden störte bei mir jedoch nicht den Lesefluss, sondern geschah eher passiv nebenher.

Was man hier vergeblich sucht, ist eine klare Linie die die Story verfolgt. Glaubt man zu wissen, welche Geschichte die Autorin erzähen will, bricht kurze Zeit später alles zusammen und entwickelt sich neu. Als wäre die Geschichte lebendig und möchte spontan anders sein. Und das ganze Durcheinander passt so hervorragend zur Protagonistin, der Dreizehnten Fee.

26214631Die Figuren sind alle absolut märchenhaft – aber nur im Sinne von fiktiv und nicht aus unserer Welt (see what I did here c: ). Denn nett und kindgerecht ist hier rein gar nichts.  Die ganze Geschichte ist böse und düster und ich liebe es! Die Stimmung steht einfach im krassen Gegensatz zu allem was wir mit Märchen in Verbindung setzen.

Nun folgt das große ABER. So sehr mir die Trilogie gefallen hat, so sehr hatte ich zu Beginn wirklich wirklich meine Schwierigkeiten. Und mit zu Beginn meine ich den kompletten ersten Band. Ich habe ihn nicht gemocht und nur sehr widerwillig zum zweiten gegriffen. Mir gefiel die Story nicht* und noch weniger der Hexenjäger** – ich hätte das Buch anzünden können, so wütend hat er mich gemacht.

*   an dieser Stelle ein Verweis auf den dritten Absatz dieser Rezension
** frauenveranchtendes Arschloch!

Ich hab dann aber doch weiter gelesen und kann nur jedem raten, es mir gleich zu tun, sollte euch der erste Band nicht zusagen. Mir hat die Trilogie so gut gefallen, dass ich sie mir definitiv auch für meine eigene Bibliothek*** zulegen werde****.

*** großes Wort für ein paar Billys
**** in diesem Fall waren die Bücher ja nur ausgeliehen – deswegen gibt es auch kein schöneres Titelbild. Sie waren leider schon wieder weg, bevor mir einfiel, dass ich ja noch ein Bild brauch.. intelligentes, Ich.

Lesen! Lesen! Lesen!


Andere Eindrücke

Lauras Lesezeiten | archive of longings | Bücherquatsch


Fazit

Ein bunter – nicht ganz jugendfreier – Mix aus allen möglichen Märchen und dabei doch absolut eigenständig. Eine tolle Geschichte, bei der man nie wirklich sicher sein kann, wo die Reise hingeht und wer gut und wer böse ist. Wild und unberechenbar. Man muss nur den ersten Band überstehen.

bewertung5

 

 

Es hat geschrieben:

Maria von Riva
Maria von RivaIt's bigger on the inside.
Hey, ich bin Maria und bin 50 % von buchworte. Ich bin Hauptberuflich Rechtsanwaltsfachangestellte aus Hamburg. Überwiegend lese ich Young/New Adult und Fantasy, greife aber auch gern mal zu einem anderen Genre. Wenn ich nicht lese, schaue ich Netflix oder Let's Plays auf YouTube. Wenn keiner guckt, singe ich meinen Pflanzen Ellie Goulding vor.

4 Kommentare

  1. Hey,

    schöne Rezension! Es freut mich, dass Band 2+3 so gut gefallen haben, obwohl die Reihe nicht deinem üblichen Lesegeschmack entspricht – sie ist wirklich schön und auch sehr einzigartig erzählt. Mir hat Band 1 ebenfalls gefallen, aber ich kann deine Probleme verstehen. Den Hexenjäger konnte ich bis zuletzt nicht leiden und ich habe die Liebesgeschichte gar nicht verstanden…
    Auch hier noch einmal danke für die Verlinkung 🙂

    Liebe Grüße,
    Kerstin

    1. Maria von Riva sagt: Antworten

      Hey Kerstin,

      lieben Dank für den Kommentar 🙂
      Hach ja, der Hexenjäger.. er ist schon ein Fall für sich. Aber dennoch LIEBE ich seine Geschichte. Und ich muss dir vollkommen Recht geben, dass die Bücher wirklich sehr einzigartig sind. Wenn ich jetz – Wochen später – dran denke, bin ich immer noch geplättet!

  2. […] zu lassen hat aber nicht so funktioniert. Und direkt, spontan denke ich da als erstes an die Reihe Die Dreizehnte Fee und Queens of Geek (baaaald gibt es dazu auch mal eine Rezi). Letztes ist bisher auch mein […]

  3. […] meinen Lieblingsbüchern zählt, aber die Reihe an sich eher öde ist. Als ganze Reihe gefiel mir Die Dreizehnte Fee am besten. Ich liebte es, dass die Story so unberechenbar […]

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