„Peter Darling“- Austin Chant

Autor: Austin Chant  | Verlag: Selfpublishing | Seiten: 204 | Veröffentlichung: 15.02.17

Inhalt

Ten years ago, Peter Pan left Neverland to grow up, leaving behind his adolescent dreams of boyhood and resigning himself to life as Wendy Darling. Growing up, however, has only made him realize how inescapable his identity as a man is.

But when he returns to Neverland, everything has changed: the Lost Boys have become men, and the war games they once played are now real and deadly. Even more shocking is the attraction Peter never knew he could feel for his old rival, Captain Hook—and the realization that he no longer knows which of them is the real villain


Vorwort

Zu diesem Buch muss ich dann auch mal ein Vorwort schreiben. Ich liebe Peter Pan, ich liebe Neverland und dementsprechend habe ich hohe Erwartungen. Zu hohe Erwartungen. Die Rezension ist demnach sehr subjektiv, weil ich da meine eigenen Vorstellungen vom Nimmerland nicht raus nehmen kann. Ich bin mit meinem eigenen Bild dazu aufgewachsen und das kann ich einfach nicht ablegen.

Meine Meinung

33358438Ich möchte diesen Teil mit etwas positivem beginnen. Der Schreibstil. Das Buch ließ sich richtig gut lesen, die Seiten flogen nur so dahin und Austin Chant hat mit seinen Worten schöne Bilder gemalt. Leider fehlte dabei für mich sehr viel. Vor allem fehlte mein liebster Charakter, der ausgetauscht wurde gegen ein jüngeres Model. Ich rede von Smee, der für mich einfach in Hooks Crew gehört und nicht Samuel! Ich sag ja, meine Vorstellungen.

Und dann war die Geschwindigkeit in dem Buch zu viel! Es gab viel Action allerdings fühlte ich mich teils gehetzt, weil das Tempo zu hoch war. Es konnte gar kein Gefühl für eine Situation entstehen, weil die einzelnen Szenen gar nicht ausführlich genug beschrieben wurden.
Außerdem blieben die Situationen sehr oberflächlich. Mir fehlten die Gefühlswelten, dadurch konnte ich überhaupt nicht mit leben, mit fühlen, mit leiden. Im Allgemeinen waren mir die Charaktere nicht ausgereift genug. In dem Buch geht es um Peter Pan und die verloren Jungen als Erwachsene, aber bei mir kam nicht einen Moment das Gefühl auf, das ich hier gerade etwas von Erwachsenen lese. Im Gegenteil. Noch kindischer hätten sich die Charaktere nicht verhalten können. Im Allgemeinen hab ich immer wieder Logikfehler gefunden. Beispiel: Plötzlich hatte Hook doch wieder zwei Hände und keinen Haken mehr ja sind vielleicht nur Kleinigkeiten, aber mich stört das nun mal.
Positiv ist aber die Idee. Ich mag die Idee, dass Wendy Peter Pan ist. Ich hätte mir aber mehr Einblick in Peters Gefühlswelt gewünscht, denn das ist auf den knapp 200 Seiten einfach zu kurz gekommen. Austin Chant hätte ruhig ein paar Seiten mehr schreiben können und die Gefühlswelten aller wichtiger Charaktere und vor allem Peters ausfeilen sollen, denn dann hätte es von meiner Seite aus eine bessere Bewertung gegeben.


Fazit

Ich liebe Nimmerland und Peter Pan. Aber das Nimmerland aus diesem Buch war einfach nicht meins. Es hat für mich einfach nicht gestimmt, obwohl der Schreibstil gut war und die Idee ebenfalls überzeugen konnte. Allerdings hätte es ein paar Seiten mehr und Entschleunigung vertragen können. Weniger Action-Szenen und mehr Emotionale-Momente. Für Menschen, die kein fertiges Bild von Nimmerland haben und offener sind für Neuinterpretation bin ich scheinbar nicht ist dieses Buch eine nette Lektüre zwischen durch, die zwar Schwächen hat, aber gut zu lesen ist.

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Andere Eindrücke

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Es hat geschrieben:

Johanna
Johanna
Hallo, ich bin Johanna, die eine Hälfte von Buchworte. Ich bin bald fertig ausgebildete Ergotherapeutin. Wenn ich gerade nicht lerne, lese ich von Klassikern über Kinder- und Jugendbücher fast alles. Nur mit reinen Liebesromanen und Horrorbüchern kann ich nicht viel anfangen. Außerdem bin ich noch stolze Katzenmama.

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