„Amnesia – Ich muss mich erinnern“ – Jutta Maria Herrmann

„Amnesia – Ich muss mich erinnern“ – Jutta Maria Herrmann

Autorin: Jutta Maria Herrmann | Verlag: Knaur | Seiten: 304 | Veröffentlichung: 01.06.17

Inhalt

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …


Meine Meinung

Amnesia ist aus der Kategorie ‚ach, wenn ich schon mal bei Edeka bin, kann ich auch ein Buch mitnehmen‚. Aufgefallen ist es mir – natürlich – durchs schmutzige Cover und dem schönen Blauton des Schriftzuges. Der Titel selbst ist hochglanz, der Rest des Buches matt und der „Schmutz“ ist rau hervorgehoben (dafür gibt es garantiert ein Wort, welches mir jetzt nicht einfällt – man sieht’s ganz gut auf dem untersten Bild am Ende des Beitrags). Tut mir leid das zu sagen, aber mit sowas kriegt man mich. Ein bissl Glitzer oder ein rauer oder bunter Buchschnitt begeistern mein Sammlerherz.

Von der Autorin Jutta Maria Herrmann hatte ich zuvor noch nie was gelesen oder gehört. Ich kann aber jetzt schon mal verraten, dass dies nicht mein letztes Buch von ihr sein wirdSchuld bist Du und Hotline klingen auch wirklich gut! Der Schreibstil hat’s mir auf jeden Fall angetan. Frau Herrmann hat ihre Geschichte sehr gut durchdacht und vor allem auch gut strukturiert. Der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen und mit dem Krankheitszustand der Protagonistin und dessen Auswirkungen konfrontiert. Danach steigert sich die Spannung und hält sich konstant. Mir wurde beim Lesen nicht ein Mal langweilig und ich hatte auch nie das Gefühl, dass ein Geschehen nicht in die Handlung passt. Von Anfang bis Ende eine atemraubende und fesselnde Atmosphäre.

Die Autorin spielt mit den Köpfen der Leser, in dem sie die Blackouts, verursacht durch die zu hoch dosierte Medikamenteneinnahme der Protagonistin verwendet, damit es immer so aussieht, als wäre tatsächlich Helen der Täter. Doch dann geschehen wieder andere Dinge und andere Figuren verhalten sich eigenartig und man kommt ins grübeln. Die Überlegungen springen im Kopf hin und her und trotzdem wäre ich nie auf dieses Ende gekommen. Für mich muss ein Thriller einfach ein Ende haben, dass ich nicht kommen sehe und der Autorin ist das geglückt. Was, nebenbei gesagt, gekonnt sein muss, bei den weniger Figuren, die in der Geschichte vorkommen.


Fazit

Wenige Figuren und auch örtlich wenig Spielraum, sogar das Buch selbst ist kurz gehalten und dennoch ist das Tempo nicht gehetzt. Auch vom Lesegefühl kommt man gut durch’s Buch eben weil es stets spannend und fesselnd ist. Ein wirklich guter Thriller, der sogar ein bisschen in die Psychoschiene reicht. Garantiert nicht mein letztes Buch der Autorin!


Es hat geschrieben:

Maria von Riva
Maria von RivaIt's bigger on the inside.
Hey, ich bin Maria und bin 50 % von buchworte. Ich bin Hauptberuflich Rechtsanwaltsfachangestellte aus Hamburg. Überwiegend lese ich Young/New Adult und Fantasy, greife aber auch gern mal zu einem anderen Genre. Wenn ich nicht lese, schaue ich Netflix oder Let's Plays auf YouTube. Wenn keiner guckt, singe ich meinen Pflanzen Ellie Goulding vor.


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