[In der Kürze] #04 – von Neuanfängen und dem Ende

Was ist hier los?

In der Kürze liegt die Würze – heißt es so schön. Manchmal liest man Bücher, zu denen gar nicht so viel zu sagen ist, dass es für eine vollständige Rezension reichen würde. Hier finden diese Bücher ihren Platz.


Gelesen von Johanna

Princess Princess Ever After

Autorin & Zeichnerin: Katie O’Neill  | Verlag: Oni Press | Seiten: 53 | Veröffentlichung: 07.09.16 | Neue Auflage: 02.08.17

„When the heroic princess Amira rescues the kind-hearted princess Sadie from her tower prison, neither expects to find a true friend in the bargain. Yet as they adventure across the kingdom, they discover that they bring out the very best in the other person. They’ll need to join forces and use all the know-how, kindness, and bravery they have in order to defeat their greatest foe yet: a jealous sorceress, who wants to get rid of Sadie once and for all. „

Eine schnelle, kurze Gesichte, die für mich persönlich gerne etwas länger hätte sein können. Ich hatte es gekauft, weil hier nicht eine arme Prinzessin von einem Prinzen auf einem Schimmel gerettet wird, sondern von einer anderen Prinzessin (auf einem Einhorn). Beide bringen etwas besonderes mit und bilden ein gutes Team. Es war unterhaltsamer Lesestoff und zum Teil wirklich witzig. Alleine die ersten paar Seiten waren schon wirklich gut und humorvoll. In der Geschichte gab es für mich vor allem eine große Schwäche: Die böse, eifersüchtige Zauberin. Leider bleiben ihre Motive sehr im Dunkeln (oder sind gar nicht vorhanden?). Ein paar Seiten mehr um das weiter auszuführen, wären wirklich gut gewesen. Im Großen und Ganzen war es eine schöne Geschichte, die nicht nur LGBT+ Charaktere gut einbindet, sondern auch abweicht von All-White Charakteren.

 


The House of New Beginnings

Autorin: Lucy Diamond| Verlag: Pan | Seiten: 430 | Veröffentlichung: 29.06.17

Georgie und Simon ziehen der Arbeit wegen nach Brighton in ein Appartment, das so gar nicht Georgies Vorstellungen entspricht.

„A bedroom large enough to house all her books. (‚You don’t need to bring all your books‘, he’d told her. ‚Of course I do!, she told him right back,…)“ S. 11

Außerdem geht es um Rosa, die als Hilfsköchin ebenfalls Neustartet und um Charlotte, die auch einen Schicksalschlag hinter sich hat und in Brighton noch einmal von null Anfangen möchte. So kommt es, dass sich die Bewohner (es gibt noch zwei weitere Apartments) mit der Zeit kennenlernen und das Leben der jeweils anderen bereichern.

Dieses Buch von Lucy Diamon konnte mich mal wieder mit ihrem Schreibstil überzeugen. Ich habe mit den Frauen gelacht und hatte Tränen in den Augen. Ich wollte mit ihnen zusammen einen Mädelsabend machen. Es war eine leichte Lektüre, die mich gut unterhalten hat. Auch hier spielte Liebe wieder eine Rolle, aber nicht immer ist dabei die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau gemeint. Es gab einen LGBT Charakter, der leider nicht zu den Hauptfiguren gehörte. Ich wünsche mir, dass in einem von Lucy Diamonds Büchern mal ein LGBT Charakter eine Hauptrolle spielt und nicht nur ein Nebencharakter ist.

 


Gelesen von Maria

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Autor: Robin Sloan | Verlag: Heyne | Seiten: 352 | Veröffentlichung: 03.03.2014

Clay Jannon ist arbeitsloser Webdesigner, der eine neue Anstellung in Mr. Penumbra’s Buchhandlung findet. Er übernimmt hier die Nachtschicht, denn diese Buchhandlung hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Schnell fällt ihm auf, dass die Kunden jedoch keine Bücher kaufen, sondern diese nur leihen. Auch die Bücher sind merkwürdig, denn sie beinhalten keine Texte, sondern nur eine Aneinanderreihung von willkürlichen Buchstaben. Was steckt dahinter?

Eine Geschichte, die komplett ohne Bösewicht auskommt und dennoch spannend ist, da sie sich nur auf das Geheimnis und dessen Lösung stützt. Hier vermischen sich Traditionen, wie die Anfänge des Buchdrucks, mit der modernen Technik und dessen Innovationen und wissensdurstigen Machern (Google). Die Story entwickelt sich recht langsam und bleibt allgemein eher ruhig. Als würde man durch eine Bibliothek spazieren.

 


Tage mit Leuchtkäfern

Autor: Zoe Hagen | Verlag: Ullstein | Seiten: 192 | Veröffentlichung: 14.03.16

Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben.

Wenige Seiten, aber mit sehr starker Stimme. Das Thema Selbstmord – und Bulimie bei der Protagonistin – wird hier aus verschiedenen, aber immer sehr intimen Stimmungen heraus thematisiert. Mal humorvoll und sarkastisch und dann wieder ganz sachlich und trocken. Geschrieben wie ein Tagebuch bzw. Briefe an Gott, was das ganze noch persönlicher macht. Mich hat’s emotional wirklich mitgenommen, wenn auch nicht so sehr, wie ich befürchtet habe. Ich empfehle hier unbedingt die Rezension von der lieben Anna (Buchstabenträumerin).


 

Es hat geschrieben:

buchworteJohanna & Maria
Hallo, dieser Beitrag wird Ihnen von buchworte. präsentiert. Beide Autorinnen (Johanna & Maria) haben diesen verfasst. Wir bedanken uns für's Lesen und stehen für Fragen, Anregungen & Wünsche entweder in den Kommentaren bereit oder schreibt uns einfach eine E-Mail an ohai@buchworte.de.

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