„Jane“ – Aline Brosh McKenna

„Jane“ – Aline Brosh McKenna

Autorin: Aline Brosh McKenna  | Künstlerteam: Ramón K. Pérez, Irma Kniivila  | Veröffentlichung Hardcover: 14.09.17 | Verlag: Boom Studios | Bestellen:  Englisch

Inhalt

A powerful modern day reimagining of Charlotte Brontë’s classic novel Jane Eyre. Jane learns that in the world of New York’s elite, secrets are the greatest extravagance and she must decide if she should trust the man she loves or do whatever it takes to protect her best friend from the consequences of his deception.


Meine Meinung

Ich nehme in dieser Rezension vor allem Bezug zu der Originalen Jane Eyre Geschichte von Charlotte Bronte. Es ist sowohl zum Lesen der Rezension als auch zum Lesen der Graphic Novel von Vorteil, wenn man Jane Eyre gelesen hat oder eine (von den gefühlt tausend) Verfilmungen gesehen hat.

 Jane Eyre als Graphic Novel in der heutigen Zeit. McKenna bringt Jane Eyre nicht nur in die Gegenwart, sondern auch nach Amerika, genauer gesagt New York City. Neben der Nanny Tätigkeit (Original Gouvernante), ist sie auch eine Kunststudentin.

Durch die zeitliche Veränderungen funktionieren einige Elemente aus der Originalen Geschichte nicht mehr, die McKenna dementsprechend geändert oder komplett weg gelassen hat. Im Buch nimmt die Kindheit von Jane eine recht große Rolle ein. In der Graphic Novel konzentriert sich McKenna allerdings hauptsächlich auf die Gegenwart und damit auf die Begegnung mit Rochester und auf Adele, die einfach sehr süß dargestellt ist. Neben Jane, Rochester und Adele hat noch Mason eine größere Rolle in der Graphic Novel erhalten. Aus Alice Fairfax wurde in dieser Adaption Magda, die für mich etwas zu kurz kam, aber im Rahmen der Geschichte sehr passend war.

Janes Kindheit wird nur auf ein paar Seiten thematisiert und hat damit natürlich nicht die Tiefe, wie sie im Original vorhanden ist. Dafür ist die künstlerische Darstellung sehr gelungen. Die Vergangenheit ist in schwarz/weiß gehalten und erst mit ihrem Umzug nach New York kehrt Farbe auf die Seiten ein. Insgesamt haben mir die Farben sehr gut gefallen, da sie die Stimmungen zwischen den Charakteren sehr gut aufgefangen und wiedergegeben haben. In Streitgesprächen oder hitzigen Situationen war die vorherrschende Farbe rot, in kühlen Situationen blau.

Das Ende (auf das ich natürlich nicht näher eingehen werde) war komplett anders als im Original, was in diesem Fall sicher auch eine gute Wahl war. Im Allgemeinen hat McKenna aus der Vorlage von Charlotte Bronte ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Charaktere gemacht. Durch die Kürze der Geschichte, fehlte mir Tiefe in der Geschichte. Einige Punkte bleiben unklar. Warum ist Mr. Rochester genauso wie er ist? Was treibt Mason an?

 


Fazit

Jane Eyre als Graphic Novel im heutigen Amerika. McKenna hat einige Änderungen vor genommen, damit die Geschichte auch in der Gegenwart funktionieren kann. Dadurch hat sie auch etwas komplett eigenes bekommen. Mich konnte die Graphic Novel sowohl durch die erzählte Geschichte als auch durch das Artwork begeistern, auch wenn es Schwächen wie fehlende Tiefe und Unklarheiten gab. Allen voran fand ich die Farbwahl von Irma Kniivila und Ramón Pérez wirklich gut!

Info zum Kaufen

Oben habe ich euch den Comic-Shop verlinkt in dem ich als Aushilfe tätig bin.

Author Profile

Johanna
Johanna

Hallo, ich bin Johanna, die eine Hälfte von Buchworte. Ich bin bald fertig ausgebildete Ergotherapeutin. Wenn ich gerade nicht lerne, lese ich von Klassikern über Kinder- und Jugendbücher fast alles. Nur mit reinen Liebesromanen und Horrorbüchern kann ich nicht viel anfangen. Außerdem bin ich noch stolze Katzenmama.



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