„Jane & Miss Tennyson“ – Emma Mills

„Jane & Miss Tennyson“ – Emma Mills

Autorin: Emma Mills | Verlag: Königskinder | Seiten: 480 | Veröffentlichung: 18.03.16

Inhalt

Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.


Meine Meinung

Und wieder eine Rezension in der die, zu diesem Zeitpunkt immer noch bloglose Ellen Erwähnung findet. Sie wird langsam zum Dauergast! Vor etwas weniger als einem Jahr habe ich auf Twitter gefragt, welche Königskinder empfohlen werden und habe mich für drei Stück entschieden. Jane & Miss Tennyson wurde mir dabei von Ellen empfohlen. Die anderen Beides waren Milchmädchen und Im Jahr des Affen. Liebste Ellen, ich hoffe ich habe dir dafür bereits gedankt. Wenn nicht, dann danke ich dir jetzt recht herzlich für diese Empfehlung.

Ich stürzte mich gerade kopfüber in ein reines, unnachgiebiges Peinlichkeitsmeer der allerübelsten Highschoolsorte: Ich tauchte uneingeladen bei einer Party auf. – S. 377

Jane & Miss Tennyson habe ich direkt nach Stolz und Vorurteil von Jane Austen gelesen. Eine super Kombination. Besser wäre es nur gewesen, wenn ich auch bereits Gefühl und Vernunft gelesen hätte. Doch man kommt mit dieser Geschichte auch zurecht, ohne Jane Austen gelesen zu haben. Aber natürlich macht es mehr Spaß mit dem Wissen über Stolz und Vorurteil, da man die Parallelen so erkennt.

Denn Jane & Miss Tennyson hat einige Ähnlichkeiten zu dem Klassiker von Jane Austen. Auch ist die Protagonistin Devon Tennyson ein großer Fan der Autorin und hat ihre Werke schon mehrfach gelesen. Besonders charmant ist auch, dass sie bei jeder Gelegenheit ein Austen Buch mitführt. Denn man kann ja nie wissen, wann sich eine Gelegenheit für eine Austen-Lesepause bietet. In besonders ereignisreichen Situationen stellt Devon sich auch die Frage, was würde Jane Austen jetzt sagen?

Dinge die ich mochte:

  • die Beziehung von Devon und ihrem Cousin Forster – Hier vor Allem wie sie sich entwickelt. Es wird nie wirklich erwähnt, aber ich vermute, dass Forster geistig ein wenig zurückgeblieben ist(?). Devon hat am Anfang so ihre Probleme damit, sich daran zu gewöhnen, dass ihr Cousin nun bei ihrer Familie lebt und er ist ihr auch in der Schule peinlich. Das ändert sich jedoch nach und nach und für mich bilden die beiden in diesem Buch die schönste, interessanteste und wichtigste Beziehung.
  • Ezra aka der Gegenwarts-Mr. Darcy – Ich habe vermutlich einfach eine schwäche für Kerle, die nicht mit ihren Gefühlen umgehen können und sich noch viel schwerer damit tun, eben diese auszusprechen.
  • die Liebe, die nicht überdramatisiert wird, aber dennoch präsent ist. Devon ist verliebt in ihren besten Freund Cas, aber Cas irgendwie nicht. Devon findet aber auch Ezra irgendwie interessant, aber Ezra scheint scheint sich für niemanden zu interessieren. Ihr seht, es ist kompliziert. Auch wenn es nicht sehr originell klingt, ist es dennoch originell erzählt und wirklich süss.
  • der Schreibstil – ist einfach schön. Emma Mills schafft es mit wenig Worten viel zu erzählen. In der oben erwähnten Beziehung zwischen Devon und Forster, in der so viel Liebe steckt, ist dies besonders gut zu erkennen. Doch auch der Witz kommt nicht zu kurz; übermittelt durch Devon und ihrer lustig sarkastischen Art.

Ein netter Spitzname war der erste Meilenstein auf der Kotzautobahn, die direkt nach Beziehungsstadt führte. Und sich Namen für erfundene Straßen und Städte auszudenken, um seinen Kummer zum Ausdruck zu bringen, war wahrscheinlich der erste Schritt hin zum Wahnsinn. – S. 222

Dinge, die ich nicht mochte:

  • Football – Der Teamsport nimmt einen großen Teil der Story ein (Ezra ist Spitzenspieler, Cas spielt, u. a.) und es fallen auch sehr viele entsprechende Fachbegriffe. Ich kenne mich mit Football überhaupt nicht aus und bin auch allgemein nicht an Sport (außer Selbstgetätigter) interessiert, daher fehlte mir hier der Bezug und auch die Lust an den entsprechenden Szenen im Buch.
  • Warum ist Forster bei Devon’s Familie? – Ein wenig erfährt man von Forster’s Eltern und auch, dass es eben kein so schönes Leben bei ihnen ist, aber den ausschlaggebenden Grund, warum Forster nicht mehr bei ihnen wohnt, sondern bei seiner Tante, Onkel und Cousine, wird nicht erklärt. Muss es vermutlich nicht, weil es zwischen den Zeilen durchscheint, aber hier hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht. Vor Allem, da das Buch sonst auch nicht durch die Blume spricht.

Du zählst einfach bis dreihundert, und wenn du dann die Augen aufschlägst, sind fünf Minuten vergangen. Und selbst, wenn es wehtut oder die Dinge scheiße laufen oder du nicht weißt, was du tun sollst, hast du ganze fünf Minuten überstanden. – S. 441


Fazit

Von Stolz und Vorurteil war ich ziemlich begeistert und fand es toll, die Zusammenhänge zu Jane & Miss Tennyson zu entdecken, doch auch ohne die Verbindung zu diesem Klassiker erhält man hier eine ganz erfrischende und liebevolle Geschichte, über den relativ normalen Highschool Alltag einer Gruppe von Teenager, über den Schwierigkeiten der jungen Liebe und  der Erkenntnis, dass man sich Familie nicht aussuchen kann, aber die Wahl hat, sie in sein Herz zu lassen.


Weitere Meinungen

Letterheart


Es hat geschrieben:

Maria von Riva
Maria von RivaIt's bigger on the inside.
Hey, ich bin Maria und bin 50 % von buchworte. Ich bin Hauptberuflich Rechtsanwaltsfachangestellte aus Hamburg. Überwiegend lese ich Young/New Adult und Fantasy, greife aber auch gern mal zu einem anderen Genre. Wenn ich nicht lese, schaue ich Netflix oder Let's Plays auf YouTube. Wenn keiner guckt, singe ich meinen Pflanzen Ellie Goulding vor.


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