„Unsere Verlorenen Herzen“ – Krystal Sutherland

„Unsere Verlorenen Herzen“ – Krystal Sutherland

Autorin: Kathryn Sutherland | Verlag: CBT | Seiten: 384| Veröffentlichung: 25.09.17

Inhalt

Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen …


Meine Meinung

Nachdem ich dieses Buch beendet hatte, musste ich es erst Mal zur Seite legen, ich musste alles erst mal liegen lassen, denn dieses Buch hat einfach eine wahnsinnige Leere in mir hinterlassen. Ich kann immer noch nicht sagen ob mir das Buch gefallen hat oder eher nicht.

Aber Liebe ist ein Naturwissenschaftlicher Vorgang. Manchmal dauert dieser Vorgang ein ganzes Leben und wiederholt sich in Endlosschleife, manchmal nicht. Manchmal wird eine Supernova draus, die irgendwann verglüht. Wir alle sind chemische Herzen. Macht das die Liebe weniger wunderbar?

Was hat es also mit diesem Buch auf sich? Es ist eine Liebesgeschichte. Aber keine kitschige Liebesgeschichte, die vor Schmalz und Klischee nur so trieft, sondern eine tragische Liebesgeschichte. Im Prinzip könnte man sagen, dass es sich hier um ein Liebesdreieck handelt, aber eben nicht auf der Klischeeebene, sondern komplett anders. Ich zumindest habe so etwas in einem Jugendbuch noch nicht gelesen! (Da sollte ich vielleicht aber auch dazu sagen, dass es nicht zwangsläufig mein Genre ist) Und das ist für mich ein positiver Punkt: Es ist eine Geschichte, die man nicht schon tausend Mal gelesen hat! Sie befasst sich mit Themen, die sonst weniger Platz in Jugendbüchern einnehmen. Es geht um Trauer und Verlust. Um die erste Liebe, die aber nicht die ganz große sein muss.

Ihr Gang ließ sich nur als Mad-Eye-Moody-esk beschreiben.

Um wen geht es hier eigentlich? Um Henry Page. 17 Jahre alt, noch nie verliebt. Er erzählt die Geschichte. Henry hat sich den ‚Arsch aufgerissen‘ um die Schülerzeitung herauszugeben. Und dann ist da Grace Town, sie ist neu an der Schule und komplett undurchsichtig für Henry, was sie natürlich auch Interessant macht. Er beschreibt sie auf den ersten Seiten als durchschnittlich, abgesehen von 3 Punkten.

  1. Sie ist ungepflegt, ungewaschen
  2. Sie hinkt und hat einen Gehstock
  3. Sie trägt Jungsklamotten, die wohl schon länger nicht mehr gewaschen wurden

Das sie eigentlich nicht durchschnittlich ist, erfährt man während des Lesens nach und nach. Was genau Grace zu der Person macht, die sie ist, erfährt man erst recht spät! Aber das ist gut so. Vor allem gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Henry und Grace auch wenn diese nicht unproblematisch war. Im Gegenteil. Aber diese ganzen Popkultur Referenzen, die Krystal Sutherland eingestreut hat, haben so viel Spaß gemacht. Es kam Harry Potter vor, Fightclub und noch so vieles mehr. Gerade dadurch wirkte es für mich auch realistisch. Auch wie die beiden Hauptfiguren mit einander kommuniziert haben (viel über Nachrichten), war passend.


Fazit

Dieses Buch hat mich leer zurück gelassen. Es hat eine Weile gedauert bis ich, das was ich gelesen hatte, irgendwie in Worte fassen konnte. Und auch jetzt fällt es mir noch schwer.
Vom Cover und Klappentext her, habe ich eine durchschnittliche Liebesgeschichte erwartet, aber genauso wie Henry mit Grace hab ich eine außergewöhnliche und undurchsichtige Geschichte bekommen, die mit Popkultur Referenzen ausgestattet war.


Weitere Meinungen

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Danke an das Bloggerportal und cbt, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!


Author Profile

Johanna
Johanna

Hallo, ich bin Johanna, die eine Hälfte von Buchworte. Ich bin bald fertig ausgebildete Ergotherapeutin. Wenn ich gerade nicht lerne, lese ich von Klassikern über Kinder- und Jugendbücher fast alles. Nur mit reinen Liebesromanen und Horrorbüchern kann ich nicht viel anfangen. Außerdem bin ich noch stolze Katzenmama.



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